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27.07.10

Unser besonderen Notfälle

Wendel, Carsten und Mirka suchen dringend ein Zuhause


15.07.10

Spuren in die Freiheit

TRACES-Transporte für unsere Notfallhunde


29.06.10

Nougat und Robert

Am Ende sind sie nicht allein


21.03.10

Trendhund Mops

Ein Hund ist kein Accessoire!


11.02.10

Mit kleinen Schritten in die Zukunft

Von Ängstlichkeit und Angsthunden


Freiheit für ehemalige Zuchthunde

Wo bleiben die Elternhunde der vielen Hundewelpen, die immer wieder in Tageszeitungen und im Internet "günstig" angeboten werden?

In der Regel fristen sie ein trostloses Leben als Vermehrerhunde in riesigen Massenzuchtanstalten oder werden von Vermehrern auf Hinterhöfen oder Campingplätzen oder auf heruntergekommenen Bauernhöfen mehr schlecht als recht gehalten. Fast immer "züchten" diese Hundeproduzenten verschiedene Hunderassen auf einmal, was eben gerade Mode und angesagt ist. Die Hunde leben eingepfercht in engen Boxen oder Verschlägen, manche haben nie das Tageslicht gesehen, leben immer im Stall, wissen nicht, was Sonne oder Regen, geschweige denn Gras ist. Kleine Rassehunde werden sogar häufig in mehrfach übereinandergestapelten Gitterboxen gehalten.
Andere Vermehrerhunde leben im Dreck zwischen Müll und Baracken und fressen ihren eigenen Kot, um nicht selbst darin liegen zu müssen. Sie sind in ihren Zwingern jeder Witterung ausgesetzt. Nur ein paar Hündinnen haben ein wenig Schutz in ihrer Welpenhütte, weil sie gerade geworfen haben.

 

Diese Hunde haben ein Recht darauf, in den Jahren, die ihnen noch bleiben, endlich ein liebevolles Familienleben genießen zu können. Es ist sowieso schwer vorstellbar, dass die Hunde nach all dem, was ihnen widerfahren ist, noch in der Lage sind, Vertrauen zu Menschen aufzubauen. Viele ehemalige Zuchthunde gehen der Freiheit und ihrem neuen Leben neugierig und offen entgegen. Die meisten brauchen die Sicherheit eines Zweithundes, der ihnen Orientierung in der für sie fremden Welt geben kann. Einige wenige ehemalige Zuchthunde sind zu einem Leben in einer Familie nicht mehr in der Lage, sie benötigen die Sicherheit eines Hunderudels, in dem sie untertauchen können.

Wir haben es uns zur Aufgabe und Herzensangelegenheit gemacht, gerade diesen Hunden zu helfen, eine für Deutschland in dieser Form einmalige Tierschutzarbeit.

In einigen Fällen bekommen wir die Tiere aus (Zwangs-) Auflösungen, Verkleinerungen und die Überproduktionen von Vermehrerfarmen oder wir übernehmen Zuchthunde, die man in Tierheime abgibt. Unsere Kontaktleute für die geschändeten Hunde kommen u.a. auch aus Vermehrerkreisen. Ohne diese Kontakte könnten wir die meisten Zuchthunde nicht übernehmen. Die Frage, was mit Ihnen sonst passiert, stellt sich nicht. Entweder werden sie an die nächste Zuchtfarm verkauft oder getötet - nicht selten auf äußerst inhumane Art und Weise. Eine reale Chance haben sie in der Regel nicht.

 

Die Hündinnen sind meist nicht nur in einem desolaten körperlichen Zustand, wenn sie zu Liberty for Dogs kommen, sondern tief in ihrer Seele verletzt, ihre Augen total leer. Das Elend dieser als Zucht- und Gebärmaschinen missbrauchten Tiere ist unvorstellbar: Die Vermehrer halten sie oft unter den schlechtesten Bedingungen, nicht selten sind die Hunde von Parasiten übersät und abgemagert, das Fell verdreckt und stumpf, wenn sie von Liberty for Dogs endlich abgeholt werden. Die meisten ehemaligen Zuchthunde haben kaum Muskulatur, sie leiden an chronischem Bewegungsmangel. Den Hunden fehlt es an vernünftiger Ernährung und an tierärztlicher Betreuung und Behandlung. Meist bekommen die Hündinnen vom Vermehrer jedoch Hormonspritzen verabreicht, so dass sie mehr als zweimal im Jahr gedeckt werden können. Der Deckungsakt gleicht nicht selten einer Vergewaltigung, d.h. die Hündinnen werden festgebunden und mit einer Schlinge um den Hals fixiert. Vereiterte Gebärmütter, Tumore und übergroße Gesäuge sind nicht selten die Folge dieser Sonderbehandlung. Viele der Hunde sind völlig verängstigt und psychisch verstört und brauchen Wochen, bis sie "ins Leben finden" können.

 

Bei Liberty for Dogs werden die geretteten Zuchthunde tierärztlich versorgt, geimpft, gechipt und entwurmt. Von unseren Pflegefamilien werden sie liebevoll auf ein Leben in einer Familie vorbereitet. Nach einer Pflegezeit, die auf die Bedürfnisse des jeweiligen Hundes abgestimmt ist, werden die Hunde in ihre neuen Familien vermittelt.

Uns liegen die Zuchthunde sehr am Herzen. Natürlich machen wir uns auch Gedanken, ob unsere Projekte nicht nur ein "Tropfen auf den heißen Stein" sind. Aber ein Blick in die Gesichter der Zuchthunde, die wir bislang in unsere Obhut genommen haben, ihre Entwicklung und die liebevollen Geschichten ihrer neuen Familien bestätigen uns jeden Tag, wie wichtig unsere Arbeit nicht nur im Einzelfall ist. Das Ende der Vermehrerfarmen und der un"mensch"liche Umgang mit Tieren als Ware ist uns dabei immer als Ziel vor Augen.

Bitte informieren Sie sich über die Zuchthundeprojekte auf unserer Projektseite.

Sie können Liberty for Dogs mit einer Patenschaft oder Spende oder den Verein Retriever in Not e.V. einer Fördermitgliederschaft unterstützen und damit direkt Leben schenken! Nur mit Ihrer Hilfe können wir weiterhin Hunden wie One, Rosie, Pauline und all den anderen Zuchthunden helfen.


Informieren Sie sich über die Arbeit von Retriever in Not e.V. zum Thema Zuchthündinnen und Vermehrerhunden auf unserer Webseite www.retriever-in-not.de.